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Lenze

Aerzen, Niedersachsen

Daten und Fakten

Inhaberfamilie
Lenze-Belling

Gründer
Hans Lenze

Branche
Maschinen- und Anlagenbau, Automation

Produkte
Antriebs- und Automatisierungstechnik

Standorte
Aerzen (Zentrale), über 60 weltweit

Vertrieb
weltweit

Mitarbeitende
rd. 4.000

Umsatz
787,6 Mio. Euro (2018/2019)

Kontrollgremien
Aufsichtsrat und Familienrat

Eigenkapitalquote
63 %

Die Lenze SE mit Hauptsitz im niedersächsischen Aerzen in der Nähe von Hameln ist ein Unternehmen mit Schwerpunkt auf Maschinen- und Anlagenbau sowie Automation. Das Portfolio umfasst mechatronische Produkte, Hard- und Softwaresysteme für die Maschinenautomatisierung sowie Services für die Digitalisierung, so etwa für Big-Data-Management, Cloud- oder Mobile-Lösungen sowie Software im Kontext des Internet of Things (IoT). Zu den Kunden gehören vornehmlich Unternehmen aus der Intralogistik, der Automobilbranche sowie der Verpackungs-, Druck- oder Textilindustrie. Innerhalb Deutschlands unterhält Lenze zwei Produktionsstätten in Hameln und Extertal, jeweils ein weiteres Werk befindet sich in Frankreich, Italien, Österreich und Polen sowie in China und den USA. Vertrieb und Service werden in über 60 Ländern der Welt angeboten. Im Jahr 2019 hatte das Unternehmen rd. 4.000 Mitarbeitende weltweit, davon etwas mehr als 2.000 in Deutschland. Mit Abschluss des Geschäftsjahres 2018/2019 zum Ende April 2019 verzeichnete Lenze einen Umsatz von 787,6 Mio. Euro.

Seinen Ursprung hat das Unternehmen im Jahr 1947, als Hans Lenze vom Mannesmann-Konzern die Stahlkontor GmbH übernahm und unter dem Namen Stahlkontor Weser eine eigene Handelsfirma in Hameln gründete. Nur drei Jahre später schaffte Lenze mit dem ersten eigenen Produkt, einem innovativen Drehstrommotor, dem sogenannten Alquist-Wickler, den Einstieg als Produzent in die Wickeltechnik. Bald darauf nahm die „Maschinenfabrik Hans Lenze KG“ in Extertal die Produktion auf. Das Produktspektrum und der Umsatz wuchsen rasch, 1962 wurde im nahe gelegenen Groß Berkel ein neues Werk errichtet. Im Laufe der folgenden Jahrzehnte wandelte sich dann das Produkt- und Leistungsspektrum von elektromechanischen zu system-softwaregetriebenen Lösungen. So entstand im Jahr 2000 etwa die Softwarefirma encoway in Bremen als Tochterunternehmen, 2017 wurde der Cloud- und IoT-Dienstleister logicline aus Sindelfingen in die Unternehmensgruppe integriert und 2018 öffnete das Smart Automation Forum in der Lenze-Asia-Zentrale im chinesischen Lingang bei Shanghai seine Tore. 2017 nahm unter dem Namen DOCK ONE ein eigenes digitales Innovationslabor in direkter Nähe der Universität Bremen die Arbeit auf. Heute besteht die Lenze-Gruppe aus rd. 50 Gesellschaften, die von der im Jahr 2009 umfirmierten Lenze SE als Holding gesteuert werden. In 4. Generation in Familienbesitz, wird Lenze von den familienfremden Managern Christian Wendler (CEO), Dr. Achim Degner (CFO) und Frank Maier (CTO) geführt. Im Aufsichtsrat sitzen mit Nikolaus Belling und Max Finger zwei Gesellschafter aus der Familie, auch kontrolliert ein Familienrat die Geschäfte.

Kontakt

Lenze SE
Hans-Lenze-Str. 1
31855 Aerzen

Fon: 05154 82-0
Fax: 05154 82-2800

sales.delenze.com
www.lenze.com

Die EASY Machine 2.0 beweist: Lenzes Know-how fließt in individuelle und innovative Automatisierungskonzepte für hochflexible, intelligente und vernetzte Maschinen ein.
Lenze eröffnet weltweit vielfältige Karrieremöglichkeiten für Young Professionals genau wie für Berufserfahrene
Der Vorstandsvorsitzende Christian Wendler

Chronologie

1947
Hans Lenze gründet das Unternehmen als Stahlkontor Weser in Hameln.

1950
Mit der Erfindung und dem Produktionsstart des Alquist-Wicklers wird aus dem Händler ein Produktionsbetrieb.

1957
Die Maschinenfabrik Hans Lenze KG mit Sitz in Extertal wird gegründet.

1962
Ein neues Werk in Groß Berkel ermöglicht die Ausweitung der Produktion.

1977
Der erste Frequenzumrichter zur Steuerung von Drehmotoren wird vorgestellt.

1998
Lenze positioniert sich als Komplettlösungsanbieter mit intelligenter Antriebstechnik.

2009
Aus der bisherigen Lenze AG wird die Lenze SE.

2018
Der Mechatronic Competence Campus (MCC) in Extertal wird gebaut – die größte Einzelinvestition in der Unternehmensgeschichte.

2019
Mit dem Automatisierungsansatz Plug & Produce für die Smart Factory demonstriert Lenze Digital-Engineering-Kompetenz für die Zukunft.

Skalierbare Hardware, Software und Brainware von Lenze stehen für die digitale Transformation.
Die Firmenzentrale in Hameln
Robotertechnik bei Lenze
„Ein modernes Familienunternehmen zu sein, bedeutet für uns, auf allen Ebenen Weltklasseleistung zu erbringen – für Kunden, für Partner und für unsere Mitarbeiter.“ Christian Wendler, Vorstandsvorsitzender Lenze

Gesellschaftliche Verantwortung

„Es geht immer um die Menschen“ – dieser Maxime folgte die Stiftungsgründerin Elisabeth Belling, Tochter der Eheleute Lenze, als sie im Jahr 1990 mit ihrem Privatvermögen die heutige Hans und Clara Lenze Stiftung zur Förderung junger begabter Menschen in Wissenschaft, Forschung und Bildung ins Leben rief. Seitdem vergibt die Stiftung Nachwuchsstipendien über die betriebliche Aus- und Weiterbildung des Unternehmens hinaus und unterstützt Forschung und Weiterbildung auch im Ausland. Heute trägt Julia von Opel, Urenkelin von Hans und Clara Lenze, als Vorsitzende des Stiftungsvorstands die Idee von „Fortschritt durch Bildung“ und damit das Erbe von Elisabeth Belling in die Zukunft.

Weitere Informationen zur Stiftung unter: www.hans-und-clara-lenze-stiftung.de