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HGDF Familienholding

Flensburg, Schleswig-Holstein

Daten und Fakten

Inhaberfamilie
Familie Dethleffsen in 8. und 9. Generation

Gründer
Christian Dethleffsen im Jahr 1738

Branche
Pharmazeutische Industrie, Brauerei, IT-Großhandel, ambulante Pflegedienste, Gebäudereinigung, Schadensanierung, Reederei

Standorte
Flensburg, Hauptsitze der Tochterunternehmen im norddeutschen Raum

Mitarbeitende
13 in der Holding, insgesamt 2.200 weltweit in der Gruppe

Familieneinfluss
von den Gesellschaftern gewählter Beirat kontrolliert und berät die Geschäftsführung

Unternehmensanteile der Familie
100 %

Kontrollgremien
gewählter Beirat, Gesellschafterversammlung, Unternehmerfamilienausschuss

Die HGDF Familienholding geht zurück auf den Gründer Christian Dethleffsen, der im Jahr 1738 im Schiffshandel mit Partnern in Norwegen und Dänemark den Grundstein für die über 280-jährige Kaufmannstradition der Familie legte. Sein Sohn Lorenz und dessen Sohn Christian entwickelten das Unternehmen zu einem Handelsgeschäft für Holz- und Kolonialwaren weiter. Geschäftsbeziehungen nach Westindien erweiterten das Angebot um Rum, Zucker und Kaffee. Mit der ersten Branntwein-Destillation im eigenen Keller startete das Familienunternehmen ins Spirituosengeschäft. Die Brüder Diederich und Hermann G. teilten 1870 das Unternehmen nach Branchen. Hermann G. gründete die Firma „Herm. G. Dethleffsen Flensburg“, die heutige HGDF Familienholding. Er übernahm das Spirituosengeschäft, der Kolonialwarenhandel wurde verkauft. 1907 folgte die Expansion des Spirituosengeschäfts mit dem Zukauf der Markenrechte und der Rezeptur für Bommerlunder. 1957 begannen die Vettern Hans und Hermann Dethleffsen mit dem branchenübergreifenden Ausbau des Unternehmens. Nach dem frühen Tod von Hermann Dethleffsen erwarb Hans Dethleffsen gemeinsam mit dem langjährigen Freund und HGDF Vorstandsmitglied Werner Barth im Jahr 1976 die Firma →Queisser, ein international aufgestelltes Pharmaunternehmen, und das Gebäudereinigungsunternehmen →Beyersdorf im Jahr 1990.

Ab 1994 setzen Andreas und Hermann Dethleffsen als Geschäftsführer in 8. Generation diesen Expansionskurs fort. Sie erwarben Anteile an der →Flensburger Brauerei, an der Flensburger Förde Reederei, am Medienhaus mh:n und der →agitalis GmbH. Parallel vollzogen sie den gezielten Ausstieg aus dem Spirituosengeschäft. Seit 2011 wird die Wachstums- und Diversifizierungsstrategie von HGDF mittels einer neu gegründeten M&A-Abteilung verstärkt verfolgt. 2012 übernahm die Holding die Mehrheitsanteile des Apple-Distributors →ComLine. 2015 wurde die 2010 übernommene stationäre Pflegegruppe agitalis veräußert und gleichzeitig in den ambulanten Pflegemarkt durch eine Beteiligung an der Optimal Mobile Hilfe GbR investiert.

Mit Beginn des Jahres 2018 folgte Gert Bendixen auf Hermann Dethleffsen in der Geschäftsführung der Holding. 2019 wurde mit der →Specht GmbH ein Dienstleistungsunternehmen aus der Wasser- und Brandschadensanierung übernommen.

Seitdem begleitet die HGDF Familienholding sieben Beteiligungsgesellschaften als finanzieller und strategischer Partner: Queisser Pharma, die Flensburger Brauerei, die Förde Reederei, die Beyersdorf-Gruppe, die ComLine GmbH, die Optimal Mobile Hilfe GbR und die Specht GmbH. Die HGDF Familienholding beschäftigt in der Gruppe rd. 2.200 Mitarbeitende und erwirtschaftet einen Jahresumsatz von rd. 600 Mio. Euro. Nach wie vor ist das Unternehmen zu 100 % in Familienbesitz, die Anteile verteilen sich derzeit auf elf Gesellschafterinnen und Gesellschafter. Ein gewählter Beirat aus drei externen Familienunternehmern und drei Mitgliedern der Unternehmerfamilie begleitet die beiden Geschäftsführer.

Kontakt

HGDF Familienholding GmbH & Co. KG
Raiffeisenstr. 13
24941 Flensburg

Fon: 0461 90929-0
Fax: 0461 90929-42

infohgdf.de
www.hgdf.de

Geschäftsführer der HGDF Familienholding sind Andreas Dethleffsen ...
... und Gert Bendixen.
Die Kaufmannstradition begann mit dem Seehandel − Stammsitz der HGDF Familienholding ist Flensburg.

Chronologie

1738
Christian Dethleffsen gründet das Handelsgeschäft „Chr. Dethleffsen“ und verschifft Agrarerzeugnisse nach Norwegen und Dänemark.

1780
Die Handelsregion wird auf Westindien ausgeweitet.

1793
Lorenz Dethleffsen richtet die erste Branntwein-Destillation ein. Fortan handelt das Unternehmen auch mit Spirituosen.

1870
Die Brüder Diederich und Hermann G. Dethleffsen teilen das Geschäft auf. Letzterer gründet die „Herm. G. Dethleffsen Flensburg“, die heutige HGDF Familienholding.

1957
Hans und Hermann Dethleffsen bauen mit Werner Barth (ab 1974) das Portfolio aus: Doppelherz/Queisser (1976), Gebäudereinigung Beyersdorf (1990).

1994
Andreas und Hermann Dethleffsen tätigen neue Investitionen in die Flensburger Brauerei und die Förde Reederei. Gleichzeitig steigt HGDF aus dem Spirituosengeschäft aus.

2012
Anteilserwerb an der ComLine GmbH: Das Unternehmen steigt in den IT-Großhandel ein.

2015
Veräußerung der 2010 übernommenen agitalis AG (Seniorenwohnanlagen) und Einstieg in den ambulanten Pflegemarkt mit dem Anteilserwerb an der Optimal Mobile Hilfe GbR

2018
Gert Bendixen übernimmt die Nachfolge von Hermann Dethleffsen.

2019
Übernahme der Specht GmbH: Einstieg in die Wasser- und Brandschadensanierung

Aus der HGDF Historie: Seehandelsschiff „Urania“, ...
... Gründer der heutigen Holding Hermann G. Dethleffsen, ...
... Flensburger Brauereihof
„Menschen vertrauen. Märkte
erschließen. Werte leben.“
Unternehmensgrundsätze
HGDF Familienholding

Gesellschaftliche Verantwortung

Die HGDF Familienholding engagiert sich in zahlreichen Projekten und pflegt eine fokussierte Spendenkultur. Darüber hinaus engagieren sich die Gesellschafter und ihre Familien persönlich in Ehrenämtern, wie etwa Christiane Dethleffsen, die im Jahr 2000 mit elf weiteren Flensburgern die gemeinnützige Organisation Schutzengel gründete. Mittlerweile an vier Standorten aktiv, unterstützen 23 hauptberufliche Mitarbeitende und 22 ehrenamtliche Helfer Hand in Hand bedürftige Familien dabei, dass ihre Kinder einen optimalen Start ins Leben erhalten. Die HGDF Familienholding bringt sich gerne dort ein, wo andere Unternehmen sich schwerer zu einem finanziellen Engagement motivieren lassen, weil kein Gegenleistungsangebot vorgelegt werden kann. Dazu zählen beispielsweise die Spenden an soziale Einrichtungen, Kinderförderungen durch Sportvereine oder kulturelle Einrichtungen wie die Flensburger Phänomenta. Daneben leben auch die einzelnen HGDF Tochterunternehmen ihre eigene Spenden- und Sponsoringkultur.