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Freudenberg Gruppe

Weinheim, Baden-Württemberg

Daten und Fakten

Inhaberfamilie
Familie Freudenberg und Nachfahren

Gründer
Carl Johann Freudenberg, 1849, Weinheim

Produkte
Dichtungen, schwingungstechnische Komponenten, technische Textilien, Filter, Spezialchemie, medizintechnische Produkte und modernste Reinigungsprodukte

Mitarbeitende
rd. 50.000 (2018)

Umsatz
rd. 9,4 Mrd. Euro (2018)

Familieneinfluss
Aufsichtsrat der Freudenberg Gruppe bestellt den Vorstand

Unternehmensanteile der Familie
Anteile halten etwa 320 Nachfahren des Gründers

Eigenkapitalquote
rd. 52 %

Die Freudenberg Gruppe ist ein weltweit tätiger Technologiekonzern mit zehn Geschäftsgruppen, der in einer Vielzahl von Branchen zu den führenden Unternehmen zählt. Zu den wichtigsten Produkten und Technologien gehören Dichtungen, schwingungstechnische Komponenten, technische Textilien, Filter, Spezialchemie, medizintechnische Produkte und modernste Reinigungsprodukte. Seinen Ursprung hat der Konzern in einer Gerberei, die Carl Johann Freudenberg im Jahr 1849 in Weinheim gründete. Im Laufe der Jahrzehnte diversifizierte sich das Know-how und Angebot, u. a. mit der Herstellung der ersten Lederdichtungen im Jahr 1929. In den 1940er-Jahren wurden Vliesstoffeinlagen für die Textilindustrie entwickelt. Aus einem Nebenprodukt dieser Tätigkeit entstanden im Jahr 1948 die Vileda®-Reinigungstücher. Erste schwingungstechnische Komponenten kamen in den 1950er-Jahren auf den Markt. Die Produktion von Schmierstoffen wurde ab 1966 mit dem Erwerb des Münchener Herstellers Klüber Lubrication aufgenommen. Ab dem Jahrtausendwechsel wuchs das Portfolio erneut deutlich. So erweiterte Freudenberg im Jahr 2004 mit dem Kauf der Burgmann Dichtungswerke in Wolfratshausen das Geschäft mit Gleitringdichtungen und stieg im selben Jahr in die Medizintechnik ein. Dichtungstechnik für die Öl- und Gasindustrie folgte. Freudenberg arbeitet an Innovationen für alle Antriebsarten, gleich ob Elektromotor, Hybrid, Brennstoffzelle oder Verbrennungsmotor. Basierend auf langjährigem Know-how für Komponenten von Brennstoffzellen und Batterien bietet das Unternehmen seit 2018 für die Mobilität der Zukunft den Herstellern von Heavy-Duty-Anwendungen komplette elektrische Antriebssysteme aus einer Hand. Im Jahr 2018 investierte Freudenberg mehr als 444 Mio. Euro in die Forschung und Entwicklung, der Anteil neuer Produkte am Umsatz betrug 33,6 %.

Inzwischen 170 Jahre in Familienbesitz, liegen die Gesellschafteranteile bei rd. 320 Nachkommen des Firmengründers. Die Gruppe hat eine strategische und eine operative Führungsgesellschaft, die in Personalunion als Unternehmensleitung auf der Ebene Freudenberg & Co. KG bzw. als Vorstand auf Ebene der Freudenberg SE geleitet wird: Dr. Mohsen Sohi (CEO), Dr. Tilman Krauch (CTO) und Dr. Ralf Krieger (CFO) führen als Nicht-Familienmitglieder das Unternehmen. Als Kontrollinstanzen sind ein Gesellschafterausschuss und ein Aufsichtsrat installiert, in denen derzeit jeweils sieben Familienmitglieder und fünf Nicht-Familienmitglieder vertreten sind. Den Vorsitz in beiden Gremien hat Martin Wentzler inne. Die Eigenkapitalquote der Gruppe liegt bei ca. 52 %. Insgesamt sind in den Unternehmen des Konzerns rd. 50.000 Mitarbeitende beschäftigt, die im Geschäftsjahr 2018 einen Gesamtumsatz von rd. 9,4 Mrd. Euro erwirtschafteten. Freudenberg ist weltweit in rd. 60 Ländern vertreten.

Die Freudenberg Gruppe hat Standorte in rund 60 Ländern.

Kontakt

Freudenberg Gruppe
Höhnerweg 2–4
69469 Weinheim

Fon: 06201 80-0
Fax: 06201 88-0

infofreudenberg.com
www.freudenberg.com

Ansprechpartnerin Presse

Cornelia Buchta-Noack
Fon: 06201 80-4094
Cornelia.Buchta-Noackfreudenberg.com

Carl Johann Freudenberg (1819–1898) gründete das Unternehmen, ...
... das u. a. chemische Spezialitäten wie Schmierstoffe herstellt
Luftbildaufnahme der weltweiten Zentrale der Freudenberg Gruppe im baden-württembergischen Weinheim
Drei Beispiele für das breit diversifizierte Produktportfolio der Unternehmensgruppe: das FlexSeal-Kathetersystem, ...
... die Gasdiffusionslage für Brennstoffzellen und ...
... die CO2-reduzierende gasgeschmierte Gleitringdichtung Levitex

Chronologie

1849
Carl Johann Freudenberg legt mit der Gründung einer Gerberei den Grundstein des Unternehmens.

1904
Hermann Ernst Freudenberg entwickelt ein industrielles Chromgerbeverfahren.

1929
Die ersten Lederdichtungen werden hergestellt, daraus wird 1932 der Simmerring® entwickelt.

1948
Die Produktion von Vliesstoffeinlagen für die Textilindustrie und von Vileda®-Reinigungstüchern beginnt.

1957
Freudenberg produziert die ersten Vliesstoff-Filter und erste schwingungstechnische Komponenten.

1966
Der Schmierstoffhersteller Klüber Lubrication in München wird übernommen.

1996
Die Stammgesellschaft Carl Freudenberg wird in einzelne, weltweit selbständig tätige Geschäftsgruppen aufgeteilt, die unter dem Dach der Holding agieren.

2004
Erweiterung des Geschäfts mit mechanischen Gleitringdichtungen und Einstieg in die Medizintechnik

2018
Freudenberg bietet Komponenten für Brennstoffzellen und Elektroautos sowie für Mobilitäts-Heavy-Duty-Anwendungen komplette elektrische Antriebssysteme aus einer Hand.

„Freudenberg is a values-based technology group that best serves its customers and society“ Positionierung der Freudenberg Gruppe

Gesellschaftliche Verantwortung

Erfolg bedeutet für Freudenberg seit jeher beides: finanziell erfolgreich zu sein und Verantwortung für die Gesellschaft zu übernehmen. Verantwortung für die Gesellschaft umfasst bei Freudenberg die fünf Bereiche Nachhaltigkeit, Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutz, gesellschaftliches Engagement, Compliance sowie Menschenrechte und Arbeitsnormen. Gesellschaftliches Engagement geht für Freudenberg über die Wertschöpfungskette hinaus – mit vielen Hundert Projekten, v. a. rund um die Standorte. Das Programm „e²“ (education and environment) stärkt das gesellschaftliche Engagement seit 2015. Es geht darum, Menschen Zugang zu Bildung und Arbeit zu ermöglichen und den Umweltschutz zu fördern. Insgesamt hat Freudenberg bereits 14 Mio. Euro zur Verfügung gestellt. Exemplarisch für die langfristige Ausrichtung der Hilfsprojekte stehen das 2009 eröffnete gemeinnützige Ausbildungszentrum in Indien und der Wiederaufbau der 2008 von einem schweren Erdbeben zerstörten Grundschule in China (Bild), in der sich bis heute Freudenberg-Mitarbeitende für die Kinder engagieren. Weitere Beispiele sind das Jugendaustauschprogramm TANNER für die Kinder der Mitarbeitenden oder die Initiative „Wir tun was...“, die soziale Projekte um Weinheim fördert. Seit 1984 trägt die Freudenberg Stiftung zu mehr Inklusion, Bildung und Demokratie bei.