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Brose

Coburg, Bayern

Daten und Fakten

Inhaberfamilien
Familien Stoschek und Volkmann

Gründer
Max Brose, 1908, Berlin

Branche
Automobilzulieferer

Standorte
64 Standorte in 24 Ländern (2019)

Mitarbeitende
26.000 (2019)

Umsatz
6,2 Mrd. Euro (2019)

Unternehmensanteile der Familie
100 %

Kontrollgremien
Gesellschafterversammlung, 
unabhängiger Beirat

F&E-Quote
9 % (2019)

Brose ist weltweit der viertgrößte Automobilzulieferer in Familienbesitz. Das Unternehmen entwickelt und fertigt mechatronische Systeme für Fahrzeugtüren und -sitze sowie Elektromotoren und Elektronik, u. a. für Lenkung, Bremsen, Getriebe und Motorkühlung. Durch die Vernetzung der Brose Produkte mit Sensoren und Software entstehen intelligente Lösungen, die bei Fahrzeugen aller Art für mehr Komfort, Sicherheit und Effizienz sorgen. Rd. 26.000 Mitarbeitende an 64 Standorten in 24 Ländern erwirtschafteten im Geschäftsjahr 2019 einen Umsatz von 6,2 Mrd. Euro. Jeder zweite Neuwagen weltweit ist mit mindestens einem Brose Produkt ausgestattet.

1908 eröffnete der Kaufmann Max Brose in Berlin ein Handelsgeschäft für Automobilausrüstung. Nach dem Ersten Weltkrieg weitete er seine unternehmerische Tätigkeit auf die Herstellung von Automobilteilen aus und gründete mit seinem Partner Ernst Jühling in Coburg das Metallwerk Max Brose & Co. Die Grundlage des Unternehmenserfolgs bildeten „Kurbelantriebe für versenkbare Fenster“: Brose fertigte die Fensterheber ab 1928 und wurde in kurzer Zeit zum Marktführer. Ab Ende der 1960er-Jahre entwickelte sich die Sitzverstelltechnik zum zweiten Standbein des Unternehmens. Zum Tod des Firmengründers im Jahr 1968 beschäftige Brose fast 1.000 Mitarbeitende und erreichte ein Geschäftsvolumen von 55 Mio. DM.

Max Broses Tochter Gisela führte die Geschäfte drei Jahre weiter, bis sie die Firmenleitung 1971 ihrem Neffen Michael Stoschek übertrug. In dreieinhalb Jahrzehnten entwickelte er das Metallwerk zu einem international tätigen Mechatronik-Spezialisten. 2002 erweiterte Brose mit dem Erwerb des Schließsystemgeschäfts von der Bosch GmbH das Portfolio um ein weiteres Produktfeld. Als sich Michael Stoschek Ende 2005 aus der operativen Verantwortung zurückzog und den Vorsitz der Gesellschafterversammlung übernahm, erwirtschaftete Brose 2,2 Mrd. Euro Umsatz und beschäftigte rd. 9.000 Mitarbeitende in 19 Ländern. Mit dem Kauf der Elektromotorensparte der Continental AG baute der Zulieferer 2009 seine Systemkompetenz für mechatronische Systeme in Karosserie und Innenraum weiter aus. Seit 2014 kommt das Motoren-Know-how auch bei Antrieben für E-Bikes zum Einsatz, die Brose am Gründungsort Berlin fertigt.

Der Wandel der Automobilindustrie bedeutet für Brose mehr Chancen als Risiken. Innovative Produkte wie selbsttätig öffnende Türen, flexible Lösungen für den Innenraum oder Thermalmanagement für E-Fahrzeuge bieten Möglichkeiten für weiteres Wachstum.

Kontakt

Brose Fahrzeugteile SE & Co.
Kommanditgesellschaft, Coburg
Max-Brose-Str. 1
96450 Coburg

Fon: 09561 21-0

infobrose.com
www.brose.com

Presse

Kommunikation Brose Gruppe
Fon: 09561 21-1188
pressebrose.com

 

Die Brose Gruppe bietet ein umfangreiches Produktprogramm für die Automobilindustrie.
Unternehmensstandort in Bamberg
Gründer Max Brose
26.000 Mitarbeitende sind ...
... an 64 Standorten in 24 Ländern weltweit ...
... für Brose tätig.

Chronologie

1908
Eröffnung eines Handelshauses für Automobilzubehör in Berlin

1919
Gründung des Metallwerks Max Brose & Co. in Coburg

1928
Produktion der ersten mechanischen Fensterheber für Kraftfahrzeuge

1979
Fertigung der ersten elektrischen Sitzverstellungen in Europa

1986
Produktionsstart des weltweit ersten elektronischen Einklemmschutzes für elektrische Fensterheber

1987
Fertigung der weltweit ersten Türsysteme

2002
Erwerb des Schließsystemgeschäfts der Robert Bosch GmbH

2008
Übernahme der Elektromotoren-Sparte der Continental AG

2014
Produktionsstart der Brose
E-Bike-Antriebe

„Das Unternehmen muss versuchen, in jeder Beziehung perfekte Arbeit zu leisten. Nur wenn jeder Mitarbeiter in jeder Funktion diesen Ehrgeiz hat, entstehen Spitzenleistungen und
hohe Wirtschaftlichkeit.“
Michael Stoschek

Forschung und Innovation

Brose wendet jährlich rd. 8 % des Unternehmensumsatzes für Forschung und Entwicklung auf. Zudem investiert der Zulieferer kontinuierlich in die Weiterqualifizierung seiner Mitarbeitenden und den Ausbau regionaler Entwicklungskompetenzen. Mit rd. 3.000 Ingenieuren und Technikern an 19 Standorten in zehn Ländern sind über 10 % der Mitarbeitenden in diesem Bereich tätig. Die Zusammenarbeit mit Hochschulen weltweit nimmt ebenfalls eine wichtige Rolle ein. Mehr als 300 Patentanmeldungen im Jahr 2019 zeugen von der Innovationskraft des Unternehmens, das über 5.800 aktive Schutzrechte besitzt. Der Schlüssel dazu: Bereits in der 4. Generation stellen die Gesellschafter ihre persönlichen Interessen hinter die des Familienunternehmens und investieren konsequent. So bewältigt Brose technologische Entwicklung und Wachstum überwiegend aus eigener Kraft.

Die Erkenntnisse aus den Crashtests im Brose Testzentrum fließen unmittelbar in die Arbeit ein und verkürzen die Entwicklungszeit.