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Boehringer Ingelheim

Ingelheim, Rheinland-Pfalz

Daten und Fakten

Inhaberfamilien
die Familien Boehringer und von Baumbach

Gründer
Albert Boehringer, 1885 in Nieder-Ingelheim

Branche
Pharmaindustrie

Deutsche Standorte
Ingelheim, Biberach, Dortmund und Hannover

Mitarbeitende
51.015 (2019)

Umsatz
19 Mrd. Euro (2019)

Marktposition
Deutschlands größtes forschendes Pharmaunternehmen

Ausbildungsplätze
587 in Deutschland (2019)

Unternehmensanteile der Familie
100 %

F&E-Quote
3,5 Mrd. Euro bzw. 18,2 % (2019)

Die Erfolgsgeschichte des forschenden Pharmaunternehmens Boehringer Ingelheim begann im Jahr 1885 mit dem Erwerb einer Weinsteinfabrik durch Albert Boehringer in Ingelheim. Wenige Jahre später gelang ihm dort eine bahnbrechende Entdeckung – die biotechnische Herstellung von Milchsäure. Damit ist 1905 die finanzielle Grundlage geschaffen, um in die Herstellung pharmazeutischer Chemikalien einzusteigen. Auf Basis von Alkaloiden bringt er mit dem Schmerzmittel „Laudanon“ das erste eigene Medikament auf den Markt – der Einstieg in das heutige Kerngeschäft ist gelungen. Die Erforschung von Herz-Kreislauf- oder Atemwegserkrankungen und die Entwicklung weiterer Medikamente ermöglichen den Zugang zu neuen Therapiegebieten.

Nach dem Tod des Firmengründers 1939 übernahmen seine beiden Söhne Albert jun. und Ernst sowie Schwiegersohn Julius Liebrecht die Leitung des Unternehmens. 1971 erhält mit Hubertus Liebrecht die 3. Generation die Verantwortung. Heute kümmert sich die 4. Generation um die Geschicke des Unternehmens, das seit seiner Gründung vollständig in Familienbesitz ist.

Seit 2007 ist Christian Boehringer der Vorsitzende des Gesellschafterausschusses, dem fünf weitere Mitglieder der Familien Boehringer und von Baumbach angehören. Auf operativer Ebene ist die Familie durch Hubertus von Baumbach vertreten. Seit 2016 ist er der Vorsitzende der Unternehmensleitung. Im Jahr 2019 hat der Unternehmensverband weltweit 51.015 Mitarbeitende beschäftigt und einen Umsatz von 19 Mrd. Euro erwirtschaftet.

Das Unternehmen stellt sich in drei Geschäftsfeldern auf. Das Kerngeschäft ist bis heute die Humanpharmazie. Seit 2017 zählt Boehringer Ingelheim außerdem zu einem der Weltmarktführer in der Tiergesundheit. Durch den Tausch der freiverkäuflichen Medikamente mit der Tiergesundheitssparte von Sanofi wurde die Veterinärmedizin maßgeblich gestärkt. Die Biopharmazie bildet das dritte Geschäftsfeld.

Der Fokus des Unternehmens liegt auf Erkrankungen, für die es bislang noch keine zufriedenstellende Behandlungsmöglichkeit gibt. In der Arzneimittelforschung konzentriert sich Boehringer Ingelheim auf Erkrankungen der Atemwege und des zentralen Nervensystems, auf Onkologie und Immunologie sowie auf kardiometabolische und infektiöse Erkrankungen. In der Tiergesundheit setzt Boehringer Ingelheim auf fortschrittliche Prävention. Zum Selbstverständnis des Familienunternehmens gehört nicht nur der Wille, Werte durch Innovation zu schaffen, sondern Entscheidungen im Kontext ihrer langfristigen Wirkung zu sehen und mit sozialer Verantwortung zu verbinden.

Kontakt

Boehringer Ingelheim GmbH
Binger Str. 173
55216 Ingelheim

Fon: 06132 77-0
Fax: 06132 72-0

infoboehringer-ingelheim.com
www.boehringer-ingelheim.de

Inhalettentrocknung in der Pharma-Herstellung bei Boehringer Ingelheim in Ingelheim
Mit dem Erwerb einer Fabrik für die Produktion von Weinstein ...
... legte Firmengründer Albert Boehringer den Grundstein für das Unternehmen, ...
... das in Ingelheim seinen Stammsitz hat.
Bei Boehringer Ingelheim hat Forschung ein Ziel: ...
... Medikamente zu entwickeln, die die Gesundheit von Mensch und Tier verbessern.

Chronologie

1885
Albert Boehringer erwirbt eine Weinsteinfabrik in Nieder-Ingelheim.

1939
Die Söhne Albert und Ernst und Schwiegersohn Julius Liebrecht übernehmen die Unternehmensleitung.

1965
Der Vorsitz fällt an Julius Liebrecht. Sein Sohn Hubertus löst ihn sechs Jahre später ab.

1991
Boehringer Ingelheim entwickelt die Unternehmensvision „Value through Innovation – Werte schaffen durch Innovation“.

2007
Christian Boehringer wird Vorsitzender des Gesellschafterausschusses.

2016
Hubertus von Baumbach übernimmt den Vorsitz der Unternehmensleitung.

2017
Boehringer Ingelheim tauscht das Selbstmedikationsgeschäft mit der Tiergesundheitssparte (Merial) von Sanofi.

„Werte schaffen durch Innovation“ Unternehmensvision

Gesellschaftliche Verantwortung

 

Gelebte Verantwortung gegenüber Mensch und Umwelt gilt bei Boehringer Ingelheim seit Bestehen des Unternehmens. Das Füreinander und Miteinander ist bis heute ein besonderes Anliegen der Inhaberfamilie. Es gibt weltweit zahlreiche Initiativen, die sich für eine verbesserte Gesundheitsversorgung und umweltschonende Maßnahmen einsetzen. Ein besonderes Augenmerk liegt etwa auf der 2010 gegründeten Initiative „Making more Health“, die soziales Unternehmertum fördert und konkrete Projekte im Gesundheitsbereich umsetzt. Einen hohen Stellenwert hat auch das Engagement in Public-Private-Partnerships. Im Oktober 2019 ist Boehringer Ingelheim der „Defeat-NCD Partnership“ beigetreten, die sich der Bekämpfung von nichtübertragbaren Krankheiten in einkommensschwachen Regionen weltweit verschrieben hat. Außerdem hat Boehringer Ingelheim zusammen mit der European Stroke Organisation die Angels Initiative ins Leben gerufen. Die Initiative unterstützt heute bereits über 1.500 Krankenhäuser und Kliniken bei der Schlaganfallversorgung.