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B. Braun

Melsungen, Hessen

Daten und Fakten

Inhaberfamilie
Familie Braun in 6. Generation

Gründer
Julius Wilhelm Braun, 1839, Melsungen

Branche
Medizintechnik, Pharma

Produkte
Produkte für die Anästhesie, Intensivmedizin, Kardiologie, extrakorporale Blutbehandlung und Chirurgie, Dienstleistungen

Mitarbeitende
weltweit 63.751, davon 15.860 in Deutschland (31.12.2018)

Umsatz
6,9 Mrd. Euro (2018)

Ausbildungsquote
5,1 % (DE 2018)

Familieneinfluss
Anna Maria Braun ist Vorstandsvorsitzende; weitere Familienmitglieder sind in Führungspositionen tätig; Prof. Dr. h. c. Ludwig Georg Braun ist Aufsichtsratsvorsitzender

Unternehmensanteile der Familie
100 %

Kontrollgremien
Aufsichtsrat, Familienbeirat

Eigenkapitalquote
40,1 % (2018)

Investitionen in F&E
318 Mio. Euro (2018)

Auszeichnungen

„Digital Transformer of the Year“ (Kategorie „Life Sciences“, 2017)

„Innovator of the Year 2017“
(Kategorie „Medical Devices and Products“, brand eins Wissen & Statista, 2017)  Siegel „Germany´s Most Innovative Companies“ (Focus & Focus Money, 2017)

„WFNS Foundation Humanity Award“
(World Federation of Neurosurgical Societies, 2019)

„Red Dot Award“
für SQ.line® von Aesculap (2019)

#4Diversity Platz 2
in der Diversity Challenge der Charta der Vielfalt 2019

Die B. Braun-Gruppe ist auf die Herstellung und den Vertrieb von Medizintechnik und pharmazeutischen Produkten spezialisiert. Mit 64.000 Mitarbeitenden in 64 Ländern zählt das Familienunternehmen zu den weltweit führenden Anbietern von Lösungen für den Gesundheitsmarkt und versorgt Anwender und Patienten mit Produkten und Produktsystemen für Anästhesie, Intensivmedizin, Kardiologie, extrakorporale Blutbehandlung, Chirurgie oder den Homecare-Bereich sowie mit Dienstleistungen für Kliniken und niedergelassene Ärztinnen und Ärzte. Insgesamt umfasst das Sortiment 5.000 Produkte, die zu 95 % in eigener Fertigung hergestellt werden. 2018 erwirtschaftete der Konzern einen Umsatz von 6,9 Mrd. Euro, rd. 80 % davon auf den internationalen Märkten. B. Braun versteht sich als Systempartner und bündelt sein Angebot in 16 Therapiefelder und Indikationsgebiete.

B. Braun treibt im konstruktiven Austausch mit Kunden und Partnern wirkungsvolle Lösungen voran, um Gesundheit zu schützen und das Leben von Menschen nachhaltig zu verbessern. Dafür setzt sich das Unternehmen täglich mit den Themen und Herausforderungen der Gesundheitsmärkte auseinander und erarbeitet mit medizinischem Fachpersonal, Ärzten, Patienten und Klinikmanagern individuelle Lösungen, die sowohl die Behandlungsqualität und Patientensicherheit erhöhen als auch den wirtschaftlichen Betrieb optimieren. Auf dem Weg dorthin werden Details analysiert und Zusammenhänge differenziert hinterfragt – bis gemeinsam die beste Lösung gefunden ist, die für die Kundinnen und Kunden einen Mehrwert bietet. Jede dieser erbrachten Leistungen basiert auf dem Versprechen, das B. Braun seit 180 Jahren antreibt: Sharing Expertise.

Als nicht börsennotierte AG liegt das Unternehmen in 6. Generation im Besitz der Familie Braun. Seit April 2019 ist Anna Maria Braun Vorstandsvorsitzende, Tochter des langjährigen Vorstandsvorsitzenden Prof. Dr. h. c. Ludwig Georg Braun. Dieser übergab sein Amt 2011 an Prof. Dr. Heinz-Walter Große und übernahm den Vorsitz des Aufsichtsrates. Neben Prof. Dr. h. c. Ludwig Georg Braun sind im Aufsichtsrat mit Barbara Braun-Lüdicke sowie Prof. Dr. Oliver Schnell noch weitere Mitglieder der Inhaberfamilie vertreten. Weitere Familienmitglieder sind in unterschiedlichen Positionen im Unternehmen tätig.

1839 erwarb Julius Wilhelm Braun die Rosenapotheke in Melsungen und betrieb dort auch einen Kräuterhandel. Das Unternehmen gliederte sich damals in die Abteilung A (Apotheke) und Abteilung B (Pharmazeutische Erzeugnisse). Sein Sohn Bernhard Braun ließ 1867 die Abteilung B als „B. Braun“ in das Handelsregister eintragen. 1908 begann B. Braun mit der industriellen Produktion von Medizinprodukten. Das erste Produkt war Katgut, ein steriles resorbierbares Nahtmaterial; bald folgten Infusionslösungen und medizintechnische Geräte.

Kontakt

B. Braun Melsungen AG
Carl-Braun-Str. 1
34212 Melsungen 

Fon: 05661 71-0
Fax: 05661 71-4567 

infobbraun.com
www.bbraun.de

Ansprechpartnerin Presse

Dr. Bernadette Tillmanns-Estorf
Fon: 05661 71-1630
pressebbraun.com

Julius Wilhelm Braun gründete das Unternehmen 1839.
Bernhard Braun und…
… Carl Braun führten das Unternehmen in der 2. Hälfte des 19. Jahrunderts.
Im April 2019 übernahm Anna Maria Braun den Vorsitz des Vorstands.
B. Braun ist auf die Herstellung und den Vertrieb von Medizintechnik und pharmazeutischen Produkten und Dienstleistungen spezialisiert.
Blick in die Produktion bei B. Braun.
Die Unternehmenszentrale von B. Braun in Melsungen.

Chronologie

1839
Julius Wilhelm Braun erwirbt die Rosen-Apotheke in Melsungen und gründet einen Versandhandel für Heilkräuter. 

1864
Beginn der Produktion pharmazeutischer Produkte 

1925
Die erste ausländische Fertigungsstätte wird in Mailand gegründet. 

1967
Mit der Akquisition von Laboratório Americano S. A. beginnt B. Braun seine Geschäftstätigkeit in Brasilien. 

1971
B. Braun Melsungen wird in eine AG umgewandelt. 

1972
Beginn der Geschäftstätigkeit in Asien 

1976
Erwerb einer Mehrheitsbeteiligung an der Aesculap AG 

1997
Mit dem Erwerb des kalifornischen Healthcare-Herstellers Mc-Gaw, Inc. tätigt B. Braun die bis dahin größte Akquisition.

2005–2007
Eröffnung neuer Fabriken und Fertigungen u. a. in China, Chile und Indien 

2018
Europas modernste Produktionsstätte von Dialysatoren wird in Wilsdruff, Sachsen, eingeweiht.

2019
Anna Maria Braun übernimmt den Vorstandsvorsitz des Unternehmens B. Braun.

Die Unternehmenszentrale von B. Braun in Melsungen.
Erste industrielle Fertigung von Katgut 1915.
Verpackung der berühmten Braunüle.
Produktion in den 1970er-Jahren.
B. Braun vertreibt seine Produkte in 165 Ländern der Welt.
„In Verantwortung vor dem Werk, das wir übernommen haben, und gegenüber der kommenden Generation, die bereit sein wird, es fortzuführen, stellen wir uns in den Dienst unserer Gesellschaft, der B. Braun Melsungen AG.“ Prof. Dr. h. c. Ludwig Georg Braun,
Aufsichtsratsvorsitzender

Gesellschaftliche Verantwortung

Wir sind davon überzeugt, dass nachhaltiges Denken unser Unternehmen stärkt, Wachstum fördert und einen entscheidenden Beitrag zur Unabhängigkeit von B. Braun leistet. Nachhaltiges Handeln fördert die Zusammenarbeit mit Kolleginnen und Kollegen, stärkt die Beziehungen zu Kundinnen und Kunden, Partnern und zur Gesellschaft und schafft so einen Mehrwert – ökonomisch, ökologisch und sozial. B. Braun steht für Innovation, Effizienz und Nachhaltigkeit. Diese Werte machen uns zu dem, was wir sind – ein in die Zukunft gerichtetes, verlässliches und pflichtbewusstes Unternehmen. Unser Selbstverständnis umfasst den langfristigen wirtschaftlichen Erfolg ebenso wie die Übernahme ökologischer und sozialer Verantwortung. Unser Ziel haben wir dabei immer fest im Blick: die Gesundheit der Menschen zu verbessern und zu schützen.

Bildung für die Mitarbeitenden der Zukunft
Im Rahmen der B. Braun Business School eröffnet das Unternehmen seinen Mitarbeitenden zahlreiche Weiterbildungsmöglichkeiten. Das Angebot reicht von Trainings zu den Themen Führung, Management und Kommunikation bis hin zu Seminaren zu Digitalisierung, Methoden und Prozessen sowie Persönlichkeitsentwicklung. Der Ausbildung leistungsschwacher und arbeitsloser Jugendlicher, die keinen Ausbildungsplatz gefunden haben, widmet sich das Programm PerspektivePLUS. Es fördert die Integration der Jugendlichen und vermittelt eine Einstiegsqualifizierung in den Bereich Metall/Elektro oder Logistik in Verbindung mit einem anschließenden Ausbildungsplatzangebot. Gemeinsam mit anderen regionalen Partnern rief B. Braun zudem die „Initiative der beruflichen Orientierung von Flüchtlingen“ ins Leben. Ziel ist es, jungen Geflüchteten die Eingliederung in die Arbeitskultur- sowie in die Berufe- und Praxiswelt durch Vermitteln von beruflichen Grundkenntnissen in Verbindung mit praktischen Erfahrungen zu erleichtern. Dies erfolgt im Rahmen von Praktika bei B. Braun und zehn anderen regionalen Betrieben, durch das Lernen berufsbezogener Lerninhalte in der Berufsschule und gezielten Sprachunterricht.

B. Braun for Children
Seit 2004 fördert jedes Unternehmen der B. Braun-Gruppe mit der Initiative B. Braun for Children ein Kinderprojekt in seinem Land – insgesamt etwa 180 soziale und kulturelle Projekte. Wir geben jungen Menschen die Chance auf ein besseres Leben, ein neues Zuhause, medizinische Hilfe – eben das, was sie vor Ort und in ihrer Situation am meisten brauchen. Der Schwerpunkt liegt auf Bildungsprojekten. Sie geben Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit, für die Zukunft und ihr Leben zu lernen.

Agiles Arbeiten bei B. Braun

Der Wandel der Arbeitswelt führt nicht nur bewährte Abläufe, die lange Zeit funktioniert haben, an ihre Grenzen, sondern überholt auch klassische Organigramme, die häufig nicht den gelebten Arbeitsalltag widerspiegeln. Starre Strukturen verhindern die notwendige Flexibilität, mit der sich die Organisation an veränderte Gegebenheiten anpassen kann. Hier setzt B. Braun auf agilere Formen der Arbeitsorganisation und Zusammenarbeit. In einigen Abteilungen arbeitet das Unternehmen bereits nach dem Prinzip „Tasks and Teams“ mit einer horizontal vernetzten Kommunikations- und Entscheidungskultur sowie einem hohen Maß an Selbstverantwortung und Mitgestaltung der Mitarbeitenden: Die Zusammenarbeit wird nicht durch Hierarchien, sondern durch Rollen und Verantwortlichkeiten bestimmt. Diese organisieren sich in Kreisen statt in Organigrammen; Ziel ist es, abteilungsunabhängig das beste Team für ein Projekt zusammenzustellen.

Schon gewusst?

Als Carl Braun, Enkel des Unternehmensgründers Julius Braun, auf der Suche nach Anregungen für sein Geschäft einen medizinischen Kongress in Köln besuchte, traf er auf der Heimreise im Speisewagen des Zugs zufällig den Kasseler Chirurgen Dr. Franz Kuhn. Dieser erzählte von seiner Idee, steriles resorbierbares Nahtmaterial herzustellen. Carl Braun war begeistert und setzte Dr. Kuhns Idee in die Tat um: Er begann 1908 mit der industriellen Fertigung von Katgut und markierte damit den für das Unternehmen bedeutenden Schritt von der Apotheke mit Heilkräuterhandel zum Industrieunternehmen.