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APOGEPHA Arzneimittel

Dresden, Sachsen

DATEN UND FAKTEN

INHABERFAMILIE
Familie Starke

GRÜNDER
Carl Stephan, 1882, Treuen im Vogtland

BRANCHE
Pharmazeutische Industrie

PRODUKTE
Arzneimittel und Medizinprodukte zur Behandlung urologischer Erkrankungen

STANDORT
Dresden

VERTRIEB
über Lizenzpartner in mehr als 20 Ländern weltweit

MITARBEITENDE
rd. 150 (2019)

MARKTPOSITION
eines der 10 führenden deutschen Pharmaunternehmen in der Urologie

INNOVATIONEN
Propiverin, ein Wirkstoff zur Behandlung von Harninkontinenz und Blasenschwäche; Mictonorm Uno®, zur Einmalgabe von Propiverin

PATENT
weltweites Patent für Hauptprodukt

UNTERNEHMENANTEILE DER FAMILIE
100 % (direkt und indirekt)

KONTROLLGREMIEN
ein Beirat aus externen Beiräten und Mitgliedern der Gesellschafterfamilie

EIGENKAPITALQUOTE
über 60 %

EXPORTQUOTE
ca. 23 %

Die APOGEPHA Arzneimittel GmbH ist eines der zehn führenden deutschen Pharmaunternehmen in der Urologie und in 3. Generation im Besitz der Familie Starke. Das Unternehmen vertreibt Arzneimittel und Medizinprodukte zur Behandlung urologischer Erkrankungen, die von Auftragsfertigern überwiegend in Deutschland und Europa produziert werden. Die Vermarktung und Distribution seiner pharmazeutischen Produkte erfolgt in Deutschland und über internationale Lizenzpartner u. a. in folgenden Ländern: Ägypten, Belgien, China, Irland, Italien, Kanada, Kroatien, Libanon, Malaysia, Slowakei, Südafrika, Tschechien, Türkei und UK. APOGEPHA erwirtschaftete 2019 mit rd. 150 Mitarbeitenden einen Umsatz in Höhe von 49,9 Mio. Euro, die Exportquote betrug 23 %. Die Ausgaben für Forschung und Entwicklung betragen jährlich ca. 4 % vom Umsatz.

Den Grundstein für das Unternehmen legte der Apotheker Carl Stephan 1882 mit einer kleinen Mineralwasserfabrik in Treuen im Vogtland, die er 1894 mit der von ihm übernommenen „Dresdner Kronenapotheke“ zu einer pharmazeutischen Produktion vereinte. Es folgten mehrere Besitzerwechsel. Die 1931 von sächsischen Apothekern gegründete Apothekergenossenschaft erwarb das Unternehmen im selben Jahr und meldete APOGEPHA als Markenzeichen an. Der Name setzte sich aus der damaligen Firmenbezeichnung zusammen: „APOthekerGEnossenschaft für Herstellung und Vertrieb PHArmazeutischer Präparate C. Stephan“.

1933 übernahmen Dr. Johannes Starke und der Kaufmann Max Biering APOGEPHA. Ab 1945 baute Dr. Johannes Starke das Unternehmen, dessen Gebäude in Dresden zu 90 % zerstört wurden, mit Erweiterungen wieder auf. Er führte die chemische Synthese in den Geschäftsbetrieb ein, erweiterte maßgeblich die Forschung und Entwicklung und war an zahlreichen Patenten beteiligt. Nach seinem Tod 1968 trat sein Sohn Dr. Christian Starke die Unternehmensnachfolge an und leitete APOGEPHA, wurde 1972 enteignet und gab 1974 die Betriebsleitung ab. Er blieb jedoch im Unternehmen, führte fortan die Forschung und entwickelte neben vielen anderen Produkten den international erfolgreichen Wirkstoff Propiverin. 1983 wurde die APOGEPHA aufgelöst und dem „VEB Sächsisches Serumwerk Dresden“ angeschlossen. 1991 betrieb Dr. Christian Starke die Reprivatisierung der APOGEPHA und wurde geschäftsführender Gesellschafter des prosperierenden Unternehmens. Im Jahr 2011 wurden die Gesellschafteranteile an die 3. Generation der Familie Starke übergeben, die derzeit direkt und indirekt 100 % der Anteile hält. An der Spitze des familienfremden Managements der APOGEPHA stehen der Apotheker Markus Bauer als Vorsitzender der Geschäftsführung sowie der Geschäftsführer Dr. rer. nat. Dirk Pamperin. Dem kontrollierenden Beirat der APOGEPHA gehören neben externen Beiräten mit Henriette und Elisabeth Starke zwei Vertreterinnen der Gesellschafterfamilie an, die über diese Beiratsstimmen Einfluss auf die Wahl der Geschäftsführung hat. Für das Unternehmen gilt eine Familienverfassung, die vorsieht, dass Gesellschafteranteile nur innerhalb der Familie weitergegeben werden dürfen.

APOGEPHA bietet den Mitarbeitenden u. a. ein betriebliches Gesundheitsmanagement sowie breite Weiterbildungsmaßnahmen und hat als erstes Unternehmen den Innovationspreis „Familienfreundliches Unternehmen“ der Stadt Dresden erhalten. APOGEPHA ist Mitglied im Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie (BPI), im Bundesverband der Arzneimittelhersteller (BAH) und des AKG Arzneimittel und Kooperation im Gesundheitswesen e. V. sowie Träger des Wittener Instituts für Familienunternehmen (WIFU-Stiftung).

KONTAKT

APOGEPHA Arzneimittel GmbH
Kyffhäuserstr. 27
01309 Dresden

Fon: 0351 3363-3
Fax: 0351 3363-440

infoapogepha.de
www.apogepha.de

APOGEPHA hat das Arzneimittel Mictonorm Uno® gegen Harninkontinenz entwickelt.
1981 steckte Mictonorm® noch in dieser Verpackung.
Dr. Christian Starke war bis zur Übergabe der Geschäftsführung an seine Tochter Henriette Starke im Jahr 2000 geschäftsführender Gesellschafter des Unternehmens.
4 % des Umsatzes fließen bei APOGEPHA in Forschung und Entwicklung.
Der Firmensitz der APOGEPHA in Dresden-Striesen

CHRONOLOGIE

1882 Der Apotheker Carl Stephan gründet eine Mineralwasserfabrik in Treuen, Vogtland.

1894 Carl Stephan übernimmt die „Dresdner Kronenapotheke“ und vereint sie mit seiner Fabrikation.

1933 Übernahme unter dem Namen APOGEPHA durch Dr. Johannes Starke und Max Biering

1945 Zerstörung zu 90 %, in der Folgezeit erweiterter Wiederaufbau, Aufnahme der chemischen Synthese in den Geschäftsbetrieb

1960 Aufnahme staatlicher Beteiligung

1968 Unternehmensnachfolge durch Dr. Johannes Starkes Sohn, Dr. Christian Starke

1983 Auflösung der APOGEPHA durch Anschluss an den VEB Sächsisches Serumwerk Dresden

1991 Reprivatisierung durch Dr. Christian Starke

2000 Übergabe der Geschäftsführung an die 3. Generation  der Familie Starke

2011 Übertragung der Gesellschafteranteile an die 3. Generation der Familie Starke

Der Firmensitz in den 1930er-Jahren
Dr. Johannes Starke übernimmt 1933 APOGEPHA.
„Wir verbessern die Lebensqualität von Menschen mit urologischen Erkrankungen.“ Auszug aus der Unternehmensvision

SCHON GEWUSST?

Der von APOGEPHA entwickelte Wirkstoff Propiverin ist der einzige Wirkstoff zur Behandlung der Harninkontinenz, zu dem es eine explizit für Kinder entwickelte und zugelassene Arzneiform gibt:

Das von APOGEPHA entwickelte Originalprodukt Mictonetten® ist in zwei speziell auf die Anwendung bei Kindern zugeschnittenen Wirkstärken verfügbar. Der Wirkstoff Propiverin hat mit ca. 70 % Marktanteil einen überaus hohen Stellenwert bei der Behandlung betroffener Kinder in Deutschland.

GESELLSCHAFTLICHE VERANTWORTUNG

Seit 1997 vergibt die Deutsche Gesellschaft für Urologie e. V. jährlich den mit 5.000 Euro dotierten „Felix Martin Oberländer-Preis“. Mit dieser von der APOGEPHA Arzneimittel GmbH gestifteten Auszeichnung werden besondere Verdienste in der Fort- und Weiterbildung auf dem Gebiet der Urologie gewürdigt. Zudem werden mit der Vergabe des nach ihm benannten Preises die Verdienste des Dresdner Urologen Felix Martin Oberländer (1851–1915) geehrt, die er im Bereich der Infektiologie und Endoskopie erworben hat.

REGIONALES ENGAGEMENT

APOGEPHA ist als lokaler Sponsor aktiv und unterstützt insbesondere soziale und kulturelle Projekte in der Region Dresden, Sachsen. Seit vielen Jahren engagiert sich das Unternehmen u. a. als Förderkreismitglied für den Sonnenstrahl e. V. Dresden, einen Förderkreis für krebskranke Kinder und Jugendliche. Der künstlerisch interessierten und musikalischen Gesellschafterfamilie ist es zudem ein Anliegen, junge Künstlerinnen und Künstler sowie Ensembles in der Region zu fördern. Auch auf wissenschaftlichem Gebiet engagiert sich APOGEPHA. Vor 25 Jahren hat der Urologie-Spezialist den Dresdner Urologentag ins Leben gerufen, eine deutschlandweit anerkannte wissenschaftliche Fortbildungsveranstaltung.